Vor der Kaserne:
Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien hat es den sterreichern mit
unvergleichlicher Heftigkeit deutlich gemacht: Friede ist auch in
Europa keine Selbstverstndlichkeit mehr - und der Krieg kann sehr
pltzlich in der unmittelbaren Nachbarschaft losbrechen.

Dabei ist es schon schlimm genug, wenn "nur" die Natur mit aller
Gewalt ber uns hereinbricht. Gegen Naturkatastrophen und
Unglcksflle greren Ausmaes sind wir nicht gefeit. Wann etwas
passiert und was passiert, kann man nicht vorhersehen. Aber man
kann bereit sein, nach einem Alarmplan zum Schtzen und Helfen
anzutreten.

Alle diese Bedrohungen haben eines gemeinsam:

- sie knnen rasch ber uns hereinbrechen
- es mu sofort gehandelt werden
- ihre mgliche Vielfalt verlangt eine flexible Reaktion

Die Antwort darauf sind die prsenten Krfte unseres Bundesheeres.
Die neue Heeresgliederung sieht vor, da 10.000 Mann stets bereit
sind, um im Ernstfall sofort zum Einsatzort gebracht und dort
flexibel gegen die Gefahr eingesetzt zu werden. Im Bedarfsfall
kann der Verteidigungsminister innerhalb krzester Zeit zustzlich
bis zu 5.000 Milizsoldaten aufbieten und in den Einsatz entsenden.

Du wirst im Laufe dieses Spiels auch mit der einen oder anderen
Notlage konfrontiert werden. Als "Chef" deines Heeres solltest du
dafr sorgen, da fr den Krisenfall vorgesorgt ist und du im
Ernsstfall deinen Wald und seine Tiere schtzen kannst. Noch ist
vielleicht alles in bester Ordnung, aber das knnte sich schnell
ndern.


Manufaktur:

Die Manufaktur gibt dir die Mglichkeit wichtige Gertschaften fr
dein Heer in Auftrag zu geben. Durch deine Auftrge werden viele
Tiere beschftigt um deine Waffen und Gerte rechtzeitig
fertigzustellen.

Auch das sterreichische Bundesheer ist ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor. Alleine zwischen den Jahren 1983 und 1992
wurden Inlandsauftrge ber mehr als 57 Milliarden Schilling
vergeben. Jedes Jahr ttigt das Verteidigungsministerium rund 5000
Einkufe. Nur etwa 10% der Heeresauftrge gehen an auslndische
Unternehmen.


Wald 1 (ohne Liane):

Du befindest dich gerade in einem typischen Waldstck. Du und auch
die Mitglieder deines Heeres kennen hier jeden Baum und jede
Wurzel. Besonders deine Infanterie (Jger) fhlen sich in diesen
heimatlichen Landschaften wohl und knnen im Ernstfall das Gelnde
perfekt ausnutzen.

Der groe Vorteil des Bundesheers besteht darin, da es nurVerteidigungsaufgaben zu erfllen hat. sterreichische Soldaten
knnen sich also auf unserem eigenen Gebiet darauf vorbereiten,
einem mglichen Feind entgegenzutreten.

Der Verteidiger hat also "Heimvorteil"

Neben diesem unschtzbaren Vorteil knnen Jger des
sterreichischen Bundesheers auf modernste Waffen und Gerte
zurckgreifen.


Wald 2 (mit Liane):

Jeder Soldat des Bundesheeres erhlt eine gediegene Ausbildung als
Infanterist. Das bedeutet auch, da jeder Grundwehrdiener lernt,
mit einfachen Mitteln sein berleben zu sichern - zum Beispiel im
Wald herumliegendes Holz fr den Bau von behelfsmigen Stellungen
zu benutzen oder Lianen als Stricke und Angelschnre zu verwenden.

Im sterreichischen Bundesheer heien die Infanteristen auch
"Jger", weil sie trotz aller Technisierung mit der Natur
verbunden sind. Sie leben mit und im Gelnde, bewegen sich zu Fu
oder mit ungepanzerten Fahrzeugen.



Panzertruppe:

Bei einem Einsatz zur Sicherung der Staatsgrenze werden
Panzertruppen nahe der Grenze postiert um demonstrativ abhaltend
zu wirken und der Bevlkerung im Grenzgebiet Schutz zu gewhren.

Im militrischen Ernstfall knnen diese Truppenteile einen
Verzgerungskampf ab der Grenze fhren, und damit den Angreifer
schwchen und verlangsamen. Von eigenen Aufklrungseinheiten
werden zudem Gelndeabschnitte berwacht.

Infanterie:

Eine erfolgreiche Landesverteidigung sttzt sich vor allem auf den
Menschen. Hochtechnisiertes Gert alleine ntzt nichts. Eine gut
ausgebildete Infanterie (brigens die lteste aller
Waffengattungen) ist eine der Grundlagen fr ein funktionierendes
Abwehrsystem.


Grenze:

Auch in Friedenszeiten mu die Grenze gesichert werden. Diese
Aufgabe fllt der Infanterie zu. Durch die neue Heeresgliederung
knnen im Krisenfall 15.000 Mann mit leichter Infanterieausrstung
innerhalb von 24 Stunden an jeder Auengrenze sterreichs Stellung
beziehen.

Die lngste Auengrenze hat Tirol mit 726 km, es folgen
Niedersterreich (415 km), das Burgenland (385 km), Obersterreich
(356 km), Krnten (279 km), Vorarlberg (251 km), die Steiermark
(145 km) und Salzburg (140 km).

Ausbau des Heeres (Rat der Tiere):

sterreich hatte bei der letzten Volkszhlung - am 15. Mai 1991 -
7,795.786 Einwohner, mehr als die Hlfte (52 %) davon weiblich.

Wenn das Bundesheer zur Verteidigung sterreichs mobilgemacht
wird, so werden, neben den stndig im Heer beschftigten
Berufssoldaten, vor allem Millizsoldaten aufgeboten. Die maximal
Einsatzstrke des Bundesheeres betrgt nach der 1995 in Kraft
tretenden Heersgliederung 120.000 Mann.

Dabei kostet das Bundesheer weniger als man glauben wrde. Etwas
weniger als 1 % (20 Milliarden Schilling) des
Bruttonationalproduktes (also des Wertes, den alle in sterreich
hergestellten Gter und Dienstleistungen reprsentieren) wird fr
die Landesverteidigung ausgegeben.

Personell werden die Aufgaben des Heeres von 10.000 Mann prsenter
Krfte und weiteren 5000 Mann rasch aufbietbarer Miliz bewltigt.


Hilfetexte "Lion's Help"

Allgemein:

Durch Drcken der F1-Taste kannst du, abhngig von deinem Standort
im Spiel, Informationen ber den realen Hintergrund dieses Spieles
abrufen. In diesen Hilfebildschirmen erhlst du neben den Infos
zum sterreichischen Bundesheer vielleicht auch noch den einen
oder anderen Tip.

Auch wenn in unserem Spiel vieles einfacher abluft, werden dir
diese Informationen einen Einblick in die Aufgaben und Leistungen
unseres Heeres im realen Leben geben und dir im Spiel
weiterhelfen.


Bootssteg:

Oft kommt es vor, da durch Naturkatastrophen Wege unpassierbar
werden oder Brcken einstrzen. In einem solchen Fall kann das
Bundesheer mit seinen Pioniertruppen diese Probleme schnell aus
der Welt schaffen. Diese Truppenteile sind fr solche Einstze
speziell ausgebildet und perfekt ausgerstet. Die Pioniere sind
ein wichtiger Teil der Heeresstruktur und bieten auch besonders in
Friedenszeiten Schutz und Hilfe fr die sterreichische
Bevlkerung.

Kasernenhof:

Wo sind eigentlich die vielen Soldaten, wenn man sie braucht?

Solange keine Probleme auftreten, sieht man nicht viel von ihnen.
Whrend ihrer Ausbildung verbringen die Soldaten die meiste Zeit
in den Kasernen und auf speziellen Truppenbungspltzen. Das
klingt jetzt vielleicht langweilig, aber vieles beim Bundesheer
ist einfach ben, ben und nochmals ben.
Weil die Fhigkeiten die der Grundwehrdiener in seiner Einheit
erlernt oft umfangreicher und auch interessanter sind als man
glauben wrde, wird die Ausbildung in sterreich nach einem
speziellem Schema abgewickelt:

Einem 6 Monate dauernden Grundwehrdienst schliet sich ein
weiterer bungsmonat an.
blicherweise wird der restliche Ausbildungsmonat nach und nach in
mehreren Truppenbungen absolviert in denen die Fertigkeiten des
Soldaten vertieft werden.

Dadurch stehen dem Bundesheer und damit sterreich nach erfolgter
Ausbildung grndlich geschulte Soldaten zur Verfgung, die ihre
Aufgabe, und durch die Truppenbungen auch das Gelnde und die
Arbeit mit ihren Kameraden aus eigener Erfahrung kennen zu
Verfgung. Es werden also Praktiker und keine Theoretiker
ausgebildet.


Katastrophenhilfe:

Es kommt immer wieder vor, da zivile Stellen die Untersttzung
des Bundesheers brauchen. Sei es bei Unfllen, Naturkatastrophen
oder bei der Grenzberwachung. Die vielen Assistenzeinstz knnen
nur funktionieren, wenn unser Herr auf alle Aufgaben die im Rahmen
des Auftrages "Schtzen und Helfen" anfallen knnen optimal
vorbereitet ist. Neben den im militrischen Ernstfall zu setzenden
Aktionen ist das Bundesheer im friedensmigen Katastropheneinsatz
ein effizienter und verllicher Helfer. Nur einige wenige
Beispiele, wo das Bundesheer helfen kann:

Groflchige Stromausflle
Zusammenbrechen der Wasserversorgung einer Grostadt
Erdbeben
Erdrutsche
berschwemmungen
Zusammenbruch von Kommunikationswegen


Sanittsstation:

Angehrige des sterreichischen Bundesheeres knnen sich auf ein
lckenloses Netz an medizinischen Einrichtungen verlassen. Es gibt
eine tgliche Sprechstunde und alle Einrichtungen, die eine
perfekte Betreuung aller Heeresangehrigen sicherstellen. .Das
Sanittssystem ist aber nicht nur fr Soldaten da. Sobald
irgendein Krisenfall eintritt, kann das Bundesheer mit seinen
Sanittseinrichtungen auch fr die medizinische Versorgung der
Bevlkerung sorgen. Die zahlreichen mobilen, fr den Einsatz im
Feld konzipierten Ambulanzen knnen schnell vor Ort sein und die
zivilen Spitler und rzte untersttzen und entlasten.

Das sterreichische Bundesheer bildet aber auch qualifizierte
Sanitter aus. Die Ausbildung zum "Sani" wird mit einer, auch im
zivilen Leben voll anerkannten, Prfung zum Sanittsgehilfen
abgeschlossen. Neben den Sanittern selbst erhlt aber jeder
Grundwehrdiener eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Dabei lernt er, sich
selbst, seinen Kameraden und natrlich auch jedermann imZivilleben schnell und fachgerecht zu helfen.


Headquarter:

Damit das Bundesheer effektiv bleibt, mu es sich an immer neue
Gegebenheiten anpassen. In den letzten Jahren wurde das Heer neu
gegliedert. Bewhrtes wurde beibehalten und vieles verbessert und
attraktiver gemacht. Z.B. mssen die Milizsoladten seltener zu
bungen einrcken und knnen die bungspflicht schneller hinter
sich bringen.

Landkarte:


Du siehst jetzt die Landkarte des Waldes. Genauso wie die Heimat
des Lwen, hat auch sterreich Auengrenzen zu Nachbarlndern. An
diese Staaten grenzt sterreich

Deutschland:  815 Kilometer
Tschechien:   484 Kilometer
Slowakei:90 Kilometer
Ungarn:      354 Kilometer
Slowenien:    330 Kilometer
Italien:     430 Kilometer
Schweiz: 168 Kilometer
Liechtenstein:36 Kilometer


Einsatzvorbereitung (Rat der Tiere)


Als Lwe mut du nun entscheiden, wie die Bedrohung durch die
Bagger abgewendet werden kann. Das ist keine leicht Aufgabe. Wie
in der Realitt gibt es viele verschiedene Mglichkeiten zu
reagieren. Dein Wald und auch dein Heer hneln in vieler Hinsicht
sterreich und dem Bundesheer. Das sterreichische Bundesheer ist
kein Angriffsheer. Wir wollen keinen Krieg beginnen oder neue
Gebiete erobern. Das heit aber nicht,da unser Heer nicht
effizient wre. Jedes gut ausbgebildete und ausgerstete Heer, da
noch dazu Heimvorteil geniet, kann jedem noch so starken
Eindringling wirksam Widerstand leisten. Oft reicht es schon aus
zu zeigen: Wir sind da und haben keine Angst.

Das sterreichische Heer wrde nie die Erlaubnis zu einem
Erstschlag erhalten. Ebenso wie du als Lwe sind die Befehlshaber
des sterreichischen Bundesheeres dem Land sterreich und seiner
Bevlkerung, reprsentiert durch die Regierung, verpflichtet und
knnen nicht eigenmchtig handeln. Was unser Heer und vielleicht
auch deines (wenn du ein gutes Heer aufgebaut hast und richtig
entscheidest) kann. ist schnell und richtig auf die Situation zu
reagieren und dem Angreifer zu zeigen, da mit erheblichem
Widerstand zu rechnen ist. Mut und Einsatzwille knnen den
Eindringling schnell dazu bewegen, seine Angriffsplne zu
berdenken und wieder abzuziehen.

Die Tiere des Waldes haben wahrscheinlich nicht mit den Baggern
gerechnet. Pltzlich ist aus den Gerchten aus den Nachbarwldern
eine echte Bedrohung geworden. Dein Heer hat, als eine, fr denWald gewaltige, Naturkatastrophe hereinbrach, gezeigt, wie schnell
es helfen kann. Jetzt kann deine Mannschaft zeigen, da auch der
Schutz des Waldes vor scheinbar bermchtigen Gegnern fr sie kein
Problem darstellt. Hoffentlich zeigt sich, da du und dein Heer
beides knnen: Schtzen und Helfen!





